Behandlungsspektrum

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Schädel-Hirn-Trauma
Schädel-Hirn-Trauma

Das Knappschaftskrankenhaus und damit auch die Neurochirurgische Klinik ist als überregionales Traumazentrum anerkannt und fester Bestandteil des sogenannten "Traumanetzwerkes". Unserem Haus wurde hierfür am 18.09.2013 erneut das Qualitätssiegel in Form einer Urkunde übergeben.

An diesem deutschlandweit größten Traumanetzwerk sind vier überregionale, sechs regionale und 20 lokale Traumazentren von Duisburg bis Dortmund beteiligt. Das Ziel des Netzwerkes ist die Sicherstellung der schnellen Versorgung schwerstverletzter Patienten. Jeder verunfallte Patient kann so innerhalb von 30 Minuten in einer auf schwere Traumata spezialisierten Klinik erstversorgt und behandelt werden.

Unfälle gehen in ca. 20% mit Kopfverletzungen einher, die von einer einfachen Gehirnerschütterung bis zum lebensbedrohlichen Gehirnverletzungen reichen können. Dabei kann es zur Zerreißung von Gefäßen mit Blutergüssen auf der Hirnoberfläche oder innerhalb des Gehirns kommen, die Druck auf das intakte Gehirn ausüben. Außerdem können Schädelbasisfrakturen oder Mittelgesichtsbrüche die Folge sein. Nach der akuten Verletzungsphase kann das Hirn auch verspätet anschwellen, was ebenfalls zu Druck auf das intakte Gehirn führt.

Im Rahmen eines Unfalls mit starker Gewalteinwirkung kann es auch zur Verletzung der Wirbelsäule kommen. Aufgrund der engen Beziehung zwischen dem Knochen-Band-Apparat und dem Wirbelkanal mit dem Rückenmark bzw. den Spinalnerven, droht hier die Gefahr einer gleichzeitigen Nervenschädigung.






I. Neurochirurgische Therapie von Schädel-Hirn-Traumata


Die meisten Patienten mit einem "Schädel-Hirn-Trauma" zeigen keine in der Bildgebung sichtbaren Veränderungen und müssen für kurze Zeit intensivmedizinisch überwacht werden.

Blutungen werden je nach ihrer Größe und Lage und nach dem Zustand des Patienten operativ entfernt. Blutungen können in verschiedenen Kompartimenten des Schädels bzw. Gehirns liegen und unterschiedlich alt sein. Frische Hämatome werden meist als akutes Subduralhämatom (SDH), als akutes Epiduralhämatom (EDH) oder als traumatische Subarachnoidalblutung (tSAB) gefunden. Ältere Hämatome werden erst nach Wochen entdeckt und liegen meistens subdural als chronisches Subduralhämatom (cSDH). Offene Verletzungen oder manche Schädelbrüche mit Verschiebung von Knochenstücken erfordern ebenfalls ein operatives Vorgehen.

Wir behandeln in der Neurochirurgie auch alle Verletzungen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule. Je nach Ausmaß und Verletzungsmuster können stabilisierende Operationen von vorne oder hinten oder in Kombination notwendig sein
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